Dienstag, 10. Juni 2014

[Alien Fighter] Kapitel 15: Ohne Hilfe geht es doch nicht


Jede Nacht musste sich Claude mit seinen Albträumen vom Ende der Welt plagen. Sie zehrten sehr an ihm und fast jede Nacht schreckte er schweißgebadet auf.
Doch es kam immer öfter vor, dass er noch etwas anderes in seinen Träumen sah. Es war zwar undeutlich, aber dennoch konnte er irgendwann ausmachen, was er da erblickte. Es war irgendeine dunkle Höhle mit einem großen, altertümlichen Felsen. Irgendwas musste es mit diesem Felsen auf sich haben.
So suchte er tagsüber die städtische Bibliothek auf und suchte dort etwas über irgendwelche Höhlen mit irgendwelchen besonderen Felsen in ihnen. Doch seine Suche war vergeblich, da er nichts Brauchbares fand.
Klar, die Erde hat ja auch keine Ahnung von außerirdischen Angelegenheiten.
Er überlegte hin und her, kam aber zu dem Schluss, dass ihm doch wohl nur einer helfen könnte, so lange ihm seine eigenen Träume nichts Handfesteres verraten würden. Er musste mit Heildies sprechen und rief deshalb eines Nachmittags zuhause bei Damon an.
„Ha! Jetzt kommt er doch angekrochen“, triumphierte Damon, „weil er nicht weiter weiß. Irgendwann musste das ja passieren.“
„Was meinst du damit?“, wollte Mei wissen.
Sie saßen mal wieder alle zusammen zur Lagebesprechung bei Damon zuhause. Sie waren jetzt sehr gespannt, warum Claude angerufen hatte.
„Er möchte mit Heildies sprechen und deshalb habe ich gerade ein Treffen mit ihm im Park ausgemacht.“
„Und er hat nicht gesagt, was er wollte?“, hakte Mei erneut nach.
„Nein“, antwortete Damon, „er hielt sich bedeckt.“
„Da bin ich sehr gespannt“, sagte Chiara. „Wir werden dich natürlich begleiten, Heildies.“
„Das habe ich ihm schon angekündigt“, fügte Damon hinzu. „Ihm war das egal, so lange er mit Heildies reden könnte.“
„Siehst du, Damon“, stupste ihn Jenny an, „es geht auch ohne Kämpfen. Irgendwann wäre er so oder so auf uns zugekommen.“
Zusammen grübelten sie darüber nach, was Claude nun von Heildies wollte und was sein Beweggrund war, sich zu melden. Nur Patrick enthielt sich. Er war ein wenig erleichtert über diese Botschaft, denn er spürte, wie sie Hoffnung in den anderen entfaltete, die sie vorher nicht hatten. Seitdem sie durch Claude vom Ende der Welt erfahren hatten, waren sie alle sehr ängstlich innerlich geworden, auch wenn sie es nach außen nie so zeigten, weil sie sich wohl gegenseitig nicht beunruhigen wollten. Nur Damon schien wirklich ein Optimist zu sein. Oder er macht sich nie irgendwelche Gedanken…
„Leider kann ich heute nicht begleiten“, setzte Jenny ein „denn wir bekommen Besuch von meinen Großeltern. Ich soll nun in der Küche helfen und so.“
„Klar, ist doch kein Problem“, erwiderte Damon. „Wir halten dich dann schon auf dem Laufenden.“

Später war es dann soweit. Die fünf Alienkinder und Heildies trafen sich an einer etwas abgelegenen Stelle im Park, wo sich keine Spaziergänger befanden, damit Heildies dort nicht so auffallen würde. Die Stimmung war kalt und angespannt. Damon und seine Freunde waren sehr gespannt, warum sich Claude unbedingt mit Heildies unterhalten wollte. Eigentlich wollte er doch gar nichts mit ihnen zu tun haben und jetzt ersuchte er sogar eine Unterredung.
„Ich bin froh, dass du dich mit uns treffen wolltest“, versuchte Heildies ein Gespräch zu beginnen.
„Denkt ja nicht etwas Falsches. Ich will dich nur etwas fragen und dann bin ich auch schon wieder weg.“
„Ja?“, hakte Heildies interessiert nach. Auch die anderen spitzten ihre Ohren, versuchten aber so gleichgültig wie möglich zu wirken, damit sich der blonde Junge nichts darauf einbildete, dass er nun im Mittelpunkt des Interesses stand.
„In meiner Vision von der Apokalypse sehe ich oft eine Höhle mit einem alten Felsen darin. Ich weiß nicht, was das zu bedeuten haben könnte. Vielleicht weißt du etwas davon.“
„Hm…“, überlegte Heildies, „leider sagt mir das überhaupt nichts.“ Es dachte weiter angestrengt nach, ob irgendwo in seinem Gedächtnis eine geheimnisvolle Höhle vergraben war. Alle starten das kleine fliegende Wesen gespannt an und warteten darauf, dass er vielleicht doch etwas in seinen Erinnerungen finden würde. Doch dann fügte es hinzu:
„Leider wirklich nicht. Ich kenne keine Höhle und irgend so ein Felsen sagt mir auch nichts.“
Enttäuscht seufzten die Kids auf.
„Na gut. Dann war es das schon“, sprach Claude und wollte gerade davon ziehen, als Heildies anscheinend doch noch etwas einfiel:
„Vielleicht hat das irgendwas mit dem Artefakt zu tun, welches Ilusio und seine Mannschaft suchen.“
„Ja“, stimmte Chiara erfreut zu, „vielleicht befindet sich das Artefakt in dieser Höhle bei diesem Felsen.“
Claude schaute wieder das winzige Feenwesen interessiert an. Er griff sich nachdenklich ans Kinn und nickte zustimmend mit dem Kopf.
„Das könnte es sein“, sprach er schließlich. „Das würde Sinn ergeben.“
Mit diesen Worten machte er kehrt und wollte sich wieder davon stehlen, als Damon ihn jedoch noch einmal ansprach:
„Und was nun? Was hast du vor?“
Zähneknirschend antwortete Claude ihm:
„Was denn wohl? Ich suche diese Höhle und finde das Artefakt.“
„Aber“, wendete Heildies ein, „nur weil du diese Visionen hast, heißt das noch lange nicht, dass du dich allein auf die Suche machen musst. Wir müssen zusammen halten und miteinander arbeiten.“
„Pah“, gab der blonde Junge zurück und setzte seinen Weg fort, als plötzlich Lektra vor ihnen stand.
Erschrocken stieß Chiara einen Schrei von sich und Mei stellte sich sofort in Kampfposition.
„Danke“, sprach Lektra los und lächtelte dabei, „für diese Information. Gut, dass ich gerade in der Nähe war.“ Ihr schrilles Gelächter ertönte rachlustig.
Ohne zu zögern riefen alle fünf Kids ihre Planeten an und verwandelten sich in ihre außerirdische Form.
„Lektra“, schrie Beelze sie an, „lass uns ein für alle mal in Ruhe!“
„Halt die Klappe, Knirps“, fauchte sie zurück. Dann holte sie eine Art Mobiltelefon aus ihrer Hosentasche heraus, in das sie hinein sprach:
„Soll Datt, hier ist Lektra. Bitte teleportiere mich mit diesen fünf Knirpsen auf unser Schiff. Sie können uns helfen, das Artefakt aufzuspüren.“
Fragend schauten sich die Alienkinder gegenseitig an, als ein heller Strahl sie umschlang. Sie fühlten, wie sich ihre Körper auflösten und wenige Momente später waren sie vom Erdboden verschluckt.
Nur Heildies blieb verlassen und besorgt zurück.
Das ist schrecklich, dachte er.
Nun befanden sich die fünf Jugendlichen auf dem Raumschiff von Ilusio und waren den bösen Außerirdischen völlig ausgeliefert. Von der Erde aus konnte Heildies nichts dagegen tun und er hoffte inständig, dass sich die Kinder aus dieser Situation selbst befreien könnten und heil und gesund wieder zurückkehren würden.

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