Dienstag, 20. Mai 2014

[Alien Fighter] Kapitel 12: Lektras Ablösung


Ein paar Tage später erreicht eine kleine Raumkapsel das Raumschiff von Ilusio. Heraus steigt eine mysteriöse, außerirdische Dame. Eigentlich sah sie fast wie ein Mensch aus, jedenfalls von der Hautfarbe her. Außerdem hatte sie lange, rotbraune Haare, die ihr weit über den Rücken reichten. Nur ihre Augen waren seltsam. Sie hatten keine Pupillen und waren komplett weiß. Zudem war ihre ganze Erscheinung von einer seltsamen, geheimnisvollen Aura umgeben. Sie trug ein langes, dunkelrotes Kleid und sie schien nur so über den Boden zu schweben. Sie bewegte sich langsam voran und hinter sich vernahm man schon fast eine Art Nebel.
Diese Dame war von Ilusio als Unterstützung für sein Team angefordert worden. Lektra und Soll Datt machten keine Fortschritte und vielleicht konnte die neue Rekrutin endlich die gewünschten Erfolge erzielen.
Ihr Name war Hypnosa und dieser Name war auch Programm, denn sie hatte die Fähigkeit, andere Leute zu hypnotisieren und sie somit ihrem Willen zu untersetzen.
Lektra war ziemlich eifersüchtig auf ihre neue Kollegin, mit der sie so gar nicht gerechnet hatte. Sie hatte die Befürchtung, dass sie vielleicht schon bald von ihr ersetzt werden sollte. Dieser Gedanke jagte ihr höllische Angst ein.
Ilusio unterwies seine Untergebene in seinen neuen Plan. Hypnosa sollte die Alien-kinder hypnotisieren und dafür sorgen, dass sie aufeinander losgehen. Wenn sie sich gegenseitig außer Gefecht setzten, müssten sie sich selbst nicht darum kümmern und Anstrengungen unternehmen. Die neue Rekrutin nahm den Auftrag schweigend an. Reden war anscheinend nicht so ihre Stärke.
Nachdem Ilusio seine Fähigkeit einsetzte und Hypnosa komplett wie eine menschliche Frau aussehen ließ, machte sie sich leise auf den Weg zur Erde.
Dort saßen derweil Damon, Jenny, Mei und Chiara in einem Café und genossen ihren freien Samstag. Damon freute sich über seine Stellung in der Gruppe, denn er war schließlich der Hahn im Korb, wofür ihn sicherlich einige Jungs in seiner Schule beneideten. Trotzdem würde er sich immer noch sehr gerne wünschen, dass Claude sich der Truppe anschloss. Eine männliche Unterstützung im Kampf gegen das Böse wäre seiner Meinung nach nicht das Schlechteste. Darüber hinaus wusste er, dass irgendwo da draußen noch ein außerirdischer Junge darauf wartete, entdeckt zu werden. Und das war auch das Thema des heutigen Treffens.
„Heildies meinte“, begann Damon, „dass noch ein Junge vom Planeten Sensor fehlen würde. Sein Name sei Empat.“
„Und weiß Heildies auch, welche Fähigkeiten er hat?“, wollte Jenny wissen.
„Die Bewohner des Planeten Sensor waren wohl sehr sensible Wesen und konnten jegliche Gefühlsregungen anderer wahrnehmen. Teilweise konnten sie die Emotionen anderer auch beeinflussen.“
„Ihnen konnte man anscheinend nichts vormachen“, warf Chiara ein. „Denen konntest du nicht erzählen, dass es dir gut geht, wenn es gar nicht der Fall war.“
„Richtig“, bestätigte Damon. „Aber diese Informationen helfen uns momentan nicht, den Jungen zu finden. Also ich kenne jedenfalls keinen überaus feinsinnigen Burschen.“ Dabei fing er an zu lachen und die anderen stimmten in das Lachen mit ein.
Als sie ihre Milchshakes nach einiger Zeit ausgetrunken hatten, verabschiedeten sich die vier Jugendlichen. Jeder hatte andere Pläne für den Samstagabend. Mei wollte noch einen Artikel für die Schülerzeitung zu Ende schreiben, Chiara war mit ihren Eltern zum Abendessen in einem schicken Restaurant verabredet und Jenny hat ihrer Mutter versprochen, bei der Hausarbeit zu helfen. Nur Damon hatte nichts zu tun und daher beschloss er, mit Heildies etwas zu unternehmen. Alle vier machten sich auf den Heimweg.

Niemand von ihnen ahnte, dass die dunkle Hypnosa bereits auf den Weg zu ihnen war. Als sie durch die Straßen schwebte, kam sie an einem Jungen aus Damons Schule vorbei. Er hatte braunes, etwas längeres Haar, dessen Pony fast eines seiner Augen verdeckte. Seine grünen Augen war groß und offen, aber sie hatten etwas Schüchternes, Zurückhaltendes. Dieser Junge spürte ein mulmiges Gefühl in seinem Bauch, als Hypnosa direkt neben ihm stand. Erschrocken drehte er sich um und schaute der mysteriösen Dame hinterher, von der eine seltsam dunkle Ausstrahlung ausging, die der Junge nicht beschreiben konnte.
Schon seit er denken kann, bemerkte er etwas sehr Seltsames in ihm, das er nicht erklären konnte. Seine Eltern taten ihn von Anfang an als Sensibelchen ab, denn jedes Mal, wenn ein anderes Kind weinte, musste er mitweinen. Im Gegenzug dazu freute er sich auch ungemein mit, wenn es seinen Freunden in der Umgebung richtig gut ging. Ganz schlimm war es, als seine Großmutter verstarb. Jeder trauerte in seiner Familie, aber er wurde richtig krank davon. Ein Psychologe bestätigte seinen Eltern eine sehr schwere Depression. Aber irgendwann war auch sie überstanden.
Patrick, so hieß der Junge nämlich, wusste aber immer, dass seine Sensibilität etwas anderes war als das, was alle Menschen um ihn herum vermuteten. Er konnte nie genau sagen, was es wirklich war. Aber er wusste im Inneren, dass es eine Art Gabe war, die ihm geschenkt wurde. Und so begann er, diese Fähigkeit zu kontrollieren. Heute fühlt er sich zwar immer noch sehr schlecht, wenn er merkt, dass ein Mensch in seiner Nähe beispielsweise Trauer empfindet. Aber er ist nun so weit, dieses Gefühl selbst nicht nach außen zu tragen, sodass seine ihm nahe stehenden Personen nicht merkten, was er spürte. Nur wenn es ganz besonders schlimm wurde, musste er entweder ein paar Tränen vergießen oder eben laut loslachen.
Doch bei dieser Dame, die gerade an ihm vorbei ging, war etwas völlig anderes. Etwas, das er noch nie in seinem ganzen Leben gespürt hatte. Es war keine Wut, kein Hass, aber auch keine Traurigkeit. Es hatte eher etwas Dunkles, vollkommen Böses. Patrick fühlte sich total aus der Bahn geworfen. Er befürchtete Schlimmes und so konnte er Hypnosa nicht einfach weiter ziehen lassen. Er beschloss, ihr unauffällig zu folgen. Er spürte den Ergeiz, unbedingt herausfinden zu wollen, was es mit dieser seltsamen Frau auf sich hatte.
Als er ihr einige Minuten hinterher gegangen war, sah er einige Meter voraus, dass ein Schüler aus seiner Parallelklasse gerade auf ihn zukam. Es war Damon, der auf dem Weg nachhause war. Doch beobachte Patrick etwas Seltsames. Die Frau mit der dunklen Ausstrahlung versperrte Damon den Weg. Erst dachte Patrick, dass sie sich eventuell kannten, doch dann hätte Damon sie wohl früher begrüßt und diese Dame hätte sich nicht unerwartet weise vor den Jungen gestellt. Er wechselte schnell die Straßenseite, um von der Seite aus einen genauen Blick auf die Situation werfen zu können. Was er sah, ließ ihn erstmal schlucken. Die Frau hatte ihre Arme gehoben und schien irgendwie auf Damon einzureden. Dieser starrte sie lediglich mit einem abwesenden, starren Blick an. Plötzlich ließ Damon seine Schultern hängen und die Frau hörte auf, auf ihn einzureden. Sie schaute sich prüfend um und Patrick sprang schnell hinter ein parkendes Auto, um sich zu verstecken. Hoffentlich hatte sie nicht bemerkt, dass sie beobachtet wurden.
Als Patrick langsam seinen Kopf hob, um an dem Auto vorbei zu sehen, sah er, dass die Dame mit Damon im Schlepptau davon marschierte. Sie hatte glücklicherweise nichts bemerkt.
Patrick konnte sich nicht erklären, was er da eben mit ansehen musste. Irgendwas stimmte da nicht und so verfolgte er die Frau und Damon weiterhin.

Einige Minuten später sah Patrick, dass die Frau und Damon auf ein Mädchen zugingen, welches er auch aus der Schule kannte. Sie sah nach der neuen Schülerin aus, die vor kurzem in dieselbe Klasse ging wie Damon. Chiara stand gerade vor dem Schaufenster einer Boutique und war völlig fasziniert von den Kleidern, die zu sehen waren.
Die Frau blieb bei diesem Mädchen stehen und Patrick musste dasselbe Szenario erneut mit ansehen, welches er einige Minuten zuvor schon bei Damon beobachten musste. Nun dämmerte es dem Jungen. Chiara und Damon wurden hypnotisiert.     
Aber das ist doch unmöglich, dachte er sich. Das kann unmöglich wahr sein. Völlig schockiert ließ er die drei nicht mehr aus den Augen. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass er seinen Mitschülern irgendwie helfen musste. Aber da er noch nicht wusste, wie er es anstellen sollte, verfolgte er sie weiterhin.
Nach einer guten Viertelstunde erreichten sie erneut jemanden aus Patricks Schule. Es war Mei von der Schülerzeitung. Langsam bekam er wirklich Angst. Das ganze erinnerte ihn irgendwie an die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln. Ist das die neue, modernere Version vom Rattenfänger? Und warum war sie dabei, seine Mitschüler zu hypnotisieren? Was würde diese Frau wohl tun, wenn sie Patrick entdecken würde? Der Junge wollte sich das gar nicht vorstellen.
Nun bewegte sich die Dame mit den drei Jugendlichen im Schlepptau in Richtung des Parks. Patrick hielt immer einen großen Sicherheitsabstand, aber natürlich blieb er nicht so weit entfernt, sodass er die Spur nicht verlor. Seine Gedanken flogen hin und her und er überlegte angestrengt, wie er den Bann dieser Frau brechen könnte. Aus irgendwelchen Fernsehsendungen kannte er Zauberer, die irgendwelche Personen hypnotisierten. Er hielt das immer für Humbug, aber nun war er sich nicht mehr vollkommen sicher. In diesen Shows gab es immer ein Zauberwort, mit dem der ganze Spuk vorbei war und die Leute aus ihrer Hypnose geholt werden konnten. Nur wie war dieses besondere Wort in diesem Falle? Und gab es überhaupt eines? Vielleicht war es auch einfach ein Klatschen oder Schnipsen? Bis er alle Varianten durchprobiert hatte, würde er wohl schon selbst ein Opfer dieser Dame sein.

Schließlich war es schon etwas dunkel geworden, als sie durch den Park liefen. Auf einer Bank sah Patrick einen Jungen sitzen, der ein Buch las. Auf ihn bewegten sich die Frau und seine drei Schulkameraden gerade zu. Die ganze Situation machte den Eindruck von Zombies, die sich ein neues Opfer holen wollten. Patrick begann vor Angst zu zittern.
Plötzlich sprang der Junge von der Bank und Patrick sah, dass es sich um einen weiteren seiner Mitschüler handelte. Es war der Außenseiter Claude, der laut losschrie:
„Wer auch immer du bist, lass mich in Ruhe! Mich bekommst du nicht!“
Die Frau blieb vollkommen ruhig und nur ihr Kopf legte sich furchterregend auf die Seite. Patrick fragte sich, wie Claude die wahre Identität der seltsamen Frau erkannte. Hatte er womöglich die gleichen Fähigkeiten wie er?
Langsam bewegte sich die Frau auf Claude zu und ein Nebelschleier umhüllte sie. Patrick riss seine Augen noch weiter auf, als er erkannte, dass die Dame ihr Aussehen veränderte und ihre Augen nun leer und kalt waren. Am liebsten wäre er sofort davongerannt, aber irgendwas ließ ihn nicht weg von diesem Ort. Sein Gefühl sagte ihm, er müsse seinen Mitschülern helfen.
Claude hingegen brüllte diese Monsterfrau an:
„Hau ab und lass mich in Frieden!“ Plötzlich wendete er sich Patrick zu rief: „Und du solltest auch besser abhauen, sonst bist du ihr nächstes Opfer.“
Patrick erschrak, da er damit nicht gerechnet hatte. Er dachte, er hätte sich gut hinter seinem Baum versteckt, vor allem weil er noch einige Meter von der ganzen Szene entfernt war. Woher wusste Claude, dass er anwesend war?
Als die Frau fast bei Claude war, versetzte dieser ihr einen gewaltigen Stoß, sodass sie nach hinten taumelte. Schnell lief er an ihr vorbei und rannte los. Ohne einen weiteren Blick auf Patrick zu werfen, wollte er in die Richtung abhauen, von der sie gerade gekommen waren.
„Was ist hier los?“, versuchte Patrick zu erfahren, bevor Claude vollkommen davon gerannt wäre. Der blonde Junge blieb kurz stehen und schaute Patrick ernst an. Dann sprach er:
„Ich will mit diesem ganzen außerirdischen Kram nichts zu tun haben. Wenn du dich damit identifizieren kannst, dann kannst du ja gegen dieses Alien kämpfen."
„Außerirdischer Kram? Aliens?“, wunderte sich Patrick.
„Ach“, grinste Claude höhnisch, „du weißt noch gar nicht, dass du auch ein Alien bist? Dann habe ich eine Überraschung für dich: In Wirklichkeit bist du ein grüner Außerirdischer mit Fühlern auf dem Kopf. So, aber jetzt rate ich dir zu verschwinden. Das werde ich jedenfalls jetzt tun.“ Mit diesen letzten Worten ließ er Patrick total verwirrt zurück.
Er wusste nicht, was das alles zu bedeuten hatte, spürte aber, dass Claude die Wahrheit gesprochen hatte. Nun wusste er, woher seine Gabe kam. Er war ein grünes Alien. Er war kein normaler, menschlicher Junge.
Doch er hatte keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, denn die Alienfrau bewegte sich gerade auf ihn zu. Hinter ihr marschierten Damon, Chiara und Mei, die wie Zombies wirkten und einen vollkommen leeren Ausdruck im Gesicht hatten. Von ihnen spürte er keinerlei Gefühlsregungen. Nur von der außerirdischen Dame kam etwas vollkommen Böses.
Was sollte er nun tun? Er bewegte sich langsam rückwärts von ihr weg. Abwehrend hielt er seine Arme vor sich. Zum ersten Mal spürte er eine Angst in sich, die seine eigene war und nicht die eines anderen Menschen. Und noch nie hatte er so eine große Furcht gehabt. Er kniff seine Augen zusammen und wimmerte:
„Bitte, bitte, lass mich in Ruhe!“ Doch da stand sie bei ihm und starrte ihm direkt in die Augen. Vor lauter Angst kniff Patrick die Augen erneut zusammen und schrie laut los. Da spürte er auf einmal, wie etwas aus seinem Kopf heraus wuchs. Er öffnete die Augen wieder und sah, dass seine Haut eine grünliche Farbe angenommen hat. Da wusste er, dass er wohl genau die Gestalt angenommen hatte, die ihm Claude prophezeit hatte. Er war nun zu einem Alien mit grüner Haut und Fühlern, die von seinem Kopf hervorragten, geworden.
Die Alienfrau grinste hämisch und Patrick spürte die Überlegenheit, die in ihr wuchs. Warum wachten die anderen nicht auf und bemerkten, was für ein Monster vor ihnen stand? Er rannte schnell ein Stück von ihr weg und versuchte sich schnell etwas einfallen zu lassen. Er konzentrierte sich und fragte sich selbst:
Warum spüren sie nicht das gleiche wie ich? Die böse Aura, die von ihr ausgeht? Da begannen seine Fühler zu leuchten und Hypnosa verschränkte geblendet ihre Hände vor den Augen. Und plötzlich verschwand der starre Blick aus dem Gesicht von Damon, Chiara und Mei. Sie blinzelten ein paar Mal mit den Augen und da schien es als wären sie wieder die Alten.
„Was ist hier los?“, wunderte sich Mei.
„Was ist passiert?“, wollte auch Chiara wissen.
„Seht!“, rief Damon. „Das sind doch zwei Aliens.“
Erfreut blickte Patrick seine Mitschüler an, während Hypnosa ganz wütend die Kids ansah.
„Damon, Chiara, Mei! Sie hat euch hypnotisiert“, versuchte Patrick ihnen zu erklären.
„Du kennst uns?“, erkundigte sich Mei erstaunt.
„Ich bin es, Patrick Schmidt. Ich gehe auch auf eure Schule.“
„Dann bist du das fünfte Alienkind“, jubelte Damon hocherfreut los.
„Dafür ist jetzt keine Zeit“, unterbrach ihn Mei bei seiner Freude. „Wir müssen sie erst einmal aufhalten.“
Und da sagten sie alle drei ihren Spruch auf und verwandelten sich in die Aliens. Patrick konnte seinen Blick vor Erstaunen gar nicht mehr von ihnen abwenden.
„Ihr seid auch Außerirdische?“
„Genau richtig“, stimmte Chiara lächelnd zu. „Aber wir sind von der guten Sorte, nicht so wie die da“ und dabei zeigte sie auf Hypnosa, die nur böse vor sich hinbrummte. Dann zischte sie los:
„Ich bin Hypnosa und meinem Bann könnt ihr nicht entkommen!“ Sie stellte sich vor die Gruppe, hob ihre Hände und brabbelte unverständliche Worte vor sich hin, während ihre Augen zu leuchten begannen.
„Nein, ein zweites Mal wirst du es nicht schaffen“, rief Damon, holte sein Feuerzeug aus der Hosentasche und erzeugte damit einen Feuerball, den er auf Hypnosa schleuderte. Schreiend wurde sie zu Boden geschleudert. Ihr langes Haar begann zu brennen.
„Nein!“, schrie sie und wälzte sich auf den Boden hin und her, um das Feuer zu löschen. Die vier Jugendlichen nutzten ihre Chance und rannten eiligst davon.

Nachdem alle bei ihren Eltern zuhause angerufen hatten, um sich für ihr Zuspätkommen zu entschuldigen, versammelten sie sich später bei Damon zuhause, um ungeklärte Fragen zu klären.
Patrick lernte nun auch Heildies kennen, von dem er völlig fasziniert war. Er konnte gar nicht glauben, welche Welt ihm nun offenbart wurde. Patrick ist tatsächlich das letzte der fünf Alienbabys, die Lucius damals von der Winkelgalaxie vor dem Dunklen Welchen rettete und zur Erde brachte. Eigentlich war sein Name Empat und er kam vom Planeten Sensor. Wie er vermutete, kam seine überaus hohe Sensibilität von seinen außerirdischen Genen. Daher hatte er eine übermäßige Empfindlichkeit für Gefühle und Emotionen. Er konnte sie nicht nur von anderen Wesen wahrnehmen, sondern teilweise auch seine eigenen übertragen. Nur dadurch war Hypnosas Bann gebrochen worden.
Patrick erfuhr außerdem noch von Claude, dass er auch ein Außerirdischer war und nicht zu ihrer Gruppe hinzustoßen wollte.
„Ich spürte eine große Verbitterung in ihm“, bemerkte der Neue der Truppe.
„Was meinst du damit?“, wollte Mei wissen.
„Ich glaube, er ist selbst noch nicht so ganz im Reinen mit sich und kann sein Dasein als Alien nicht akzeptieren. Wir sollten ihm noch etwas Zeit geben. Vielleicht ändert sich das ja noch.“
Heildies und die anderen drei Kids stimmten ihrem neuen Freund zu. Für den Abend ließen sie das Thema Claude dann auch sein. Sie freuten sich eher darüber, dass nun alle Alienbabys gefunden worden sind und sie nun fast komplett waren. Damit hatten sie nun eine größere Chance gegen Ilusio und den bösen Aliens. Besonders Damon freute sich über die männliche Verstärkung durch Empat.

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