Freitag, 13. Dezember 2013

Der Jäger von Andreas Franz

Inhalt: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in Frankfurt. Er tötet Frauen, die im Sternzeichen Skorpion geboren sind und den Aszendenten Löwe haben. Julia Durant und ihr Kollege Hellmer nehmen die Spur auf.

Meine Meinung: Krimis von Andreas Franz trete ich meist kritisch gegenüber. Auf der einen Seite finde ich die Fälle recht interessant und besonders seine Ermittlerin Julia Durant gefällt mir. Allerdings haben seine Werke oft einen Bezug zur Kirche und unterschwellig wird der christliche Glaube vermittelt. Das hat mich bei den Bänden, die ich bisher von ihm gelesen habe, sehr genervt. Dies ist das erste Buch, in dem das nicht der Fall ist. Der Glaube an Gott spielt überhaupt keine Rolle. Daher konnte ich mich besser auf die Geschichte einlassen. Der Fall ist interessant und wie der Autor die Handlung konstruiert, finde ich sehr gelungen. Als Leser hatte ich das Gefühl, selbst als Ermittler involviert zu sein. Insgesamt gefällt mir sein Schreibstil auch recht gut, doch die Dialoge wirken meist nicht authentisch, da die Wortwahl aller Figuren sehr gewählt ist. Ein weiterer Kritikpunkt sind die ständigen sexuellen Anspielungen und die übertrieben vulgäre Sprache, wenn es zu sexuellen Handlungen kommt. Eine weitere Besonderheit seiner Werke ist, dass sie entweder in Frankfurt oder Offenbach spielen. Beide Städte liegen in meiner unmittelbaren Nähe und in diesem Band werden Orte in Frankfurt und Umgebung beschrieben, die ich kenne. Daher konnte ich mir die Schauplätze sehr gut vorstellen. Insgesamt ist es gelungener und lesenswerter Krimi.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 592 Seiten 
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2001) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426617412 
ISBN-13: 978-3426617410

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