Donnerstag, 29. August 2013

Isch geh Schulhof von Philipp Möller

Inhalt: Als Quereinsteiger fängt Philipp Möller an, an einer Grundschule im Brennpunkt Berlins zu arbeiten. Auf was für Zustände er dort trifft, berichtet er in seinem Buch.

Meine Meinung: Da ich selbst angehender Lehrer bin, interessieren mich solche Bücher, in denen andere "Leidensgenossen" von ihren Erlebnissen erzählen sehr. Vorher habe ich beispielsweise schon die Bücher von Frau Freitag gelesen. Jetzt war ich sehr gespannt darauf, ob dieses Buch ebenfalls so unterhaltsam von den Problemen eines Lehreralltags berichtet. Dieses Werk versucht tatsächlich sehr stark an die Bücher von Frau Freitag anzuknüpfen. Für mich wirkt das teilweise wie ein kläglicher Versuch der Nachahmung, was sehr schade ist. Meiner Meinung nach sind die Erzählung nicht allzu authentisch. Zwar habe ich keine Ahnung von den wirklichen Missständen an den Grundschulen in Berliner Brennpunkten, aber die beschriebenen Schülerinnen und Schüler werden hier alle gleich dargestellt. Alle haben die gleichen Probleme, die gleiche Ausdrucksweise und die gleichen Verhaltensweisen. Herr Möller selbst kommt als Quereinsteiger in die Schule, hat keine Ahnung, wie er mit den Zuständen umgehen soll und beweist sich innerhalb von zwei Jahren als perfekter Lehrer, wobei er sich unterschwellig immer selbst lobt und andere, gestandene Lehrkräfte kritisiert. Diese Art der Selbstdarstellung macht den Autor unsympathisch. Inhaltlich wird man schon recht gut unterhalten, sofern man selbst nicht sonderlich in dem Thema drin steckt. Doch wenn man selbst Erfahrungen als Lehrkraft hat, könnte einem an der einen oder anderen Stelle übel aufstoßen. 

Fazit: 3 von 5 Punkten.
℗℗℗ 

Taschenbuch: 368 Seiten 
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (21. September 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3404606965 
ISBN-13: 978-3404606962

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