Dienstag, 27. November 2012

Die Nacht, die keine Ende nahm von Frederik Hetmann und Harald Tondern

Inhalt: Die Klasse R7 wird auf ihrer Studienreise von Skindheads überfallen, die sie erniedrigen und Gewalt an ihnen ausüben. Die Schülerinnen und Schüler sowie ihre beiden Lehrkräfte schweben in höchster Gefahr.

Meine Meinung: Als ich mir den Titel dieses Werks durchlaß, war ich sofort sehr interessiert. Solche Themen reizen mich und daher wollte ich es unbedingt lesen. Das Buch beginnt sofort sehr spannend und diese Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Auf der einen Seite fand ich es ziemlich weit hergeholt, dass Skinheads eine ganze Schulklasse über Nacht festhalten, ohne Angst zu haben, dass die Polizei auftaucht. Unrealistisch fand ich auch, dass die Skinheads auf der einen Seite schon ziemlich fies sind, aber auf der anderen Seite im Vergleich zu realen Geschehnissen, die man so in der Zeitung liest, noch recht harmlos handeln. Zudem scheinen hier mehrere Zufälle aufeinander zu treffen, denn alle Personen, die eventuell helfen könnten, tun absolut nichts. Aber dennoch denke ich, dass das Buch zum Denken anregt. Es zeigt überspitzt, wie sich Menschen ohne Zivilcourage verhalten und bei gewalttätigen Übergriffen von Neonazis auf andere Menschen eher wegschauen, anstatt zu helfen. Auch wenn mir der Inhalt insgesamt sehr unrealistisch vorkam, ergriff er mich und machte mich teilweise richtig wütend. Ich fieberte mit den Opfern mit und hatte Angst um sie. Die ganze Zeit hoffte ich auf ein Happy-End und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Insgesamt ist es ein wirklich anregender und interessanter Roman.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
℗℗℗℗ 

Taschenbuch: 128 Seiten 
Verlag: rororo; Auflage: 23 (1. September 1994) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3499207478 
ISBN-13: 978-3499207471

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