Samstag, 28. Juli 2012

Ich hartz dann mal ab von Robert Naumann

Inhalt: Herr Naumann hasst es, zu arbeiten. Daher empfängt er Hartz IV. Und das soll auch so bleiben. Nur leider möchte ihn seine Sachbearbeiten (bzw. persönliche Ansprechpartnerin) unbedingt vermitteln.

Meine Meinung: Da ich selbst leider für eine kurze Zeit Hartz IV empfangen musste, war ich sehr interessiert an die Anekdoten eines anderen Leidensgenossen. Der Titel ließ auf eine lustige Lektüre hoffen und ich wurde auch nicht enttäuscht. Nur anders als ich damals, leidet Herr Naumann anders unter dem "System". Ich wollte damals eine Arbeit, er möchte das auf keinen Fall und drückt sich, so gut es geht. Auf der einen Seite finde ich richtig asozial, weil der Herr ein wirklicher Sozial-Schmarotzer ist, auf der anderen Seite sind seine Versuche, der Arbeit zu entgehen, so lustig und irgendwie süß, dass der Protagonist schon wieder sympathisch wirkt. Ich wurde bei dieser Lektüre seht gut unterhalten und die kurzen Kapitel haben mir sehr viel Spaß gemacht. Das Ganze wird noch durch herrliche Comic-Zeichnungen aufgepeppt. Jeder, der mal vom Staat auf finanzielle Unterstützung angewiesen war, egal ob er wollte oder nicht, wird hiermit seine Freude haben.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
℗℗℗℗ 

Taschenbuch: 224 Seiten 
Verlag: rororo (1. Dezember 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3499627914 
ISBN-13: 978-3499627910

1 Kommentar:

  1. Die tiefgründigen Gedanken haben mich fasziniert. Wenn der Autor beispielsweise fragt, wieso ein 1-Euro-Jobber eine Arbeit machen soll, die angeblich gar nicht wichtig ist. Ich habe mich jedenfalls über den ironischen Sprachgebrauch gut amüsiert, obwohl das Thema an sich eher zum Heulen ist!

    AntwortenLöschen