Freitag, 8. Juni 2012

Oskar und die Dame in Rosa von Eric-Emmanuel Schmitt

Inhalt: Oskar ist 10 Jahre alt und leidet unter Leukämie. Er muss bald sterben. Doch Oma Rosa rät ihm, jeden Tag einen Brief an Gott zu schreiben. Von da an durchlebt Oskar sein ganzes Leben in wenigen Tagen.

Meine Meinung: Als Atheist stößt es mir auf, wenn man versucht, mir weiß zu machen, dass alles gut wird, wenn man an Gott glaubt. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch das vorhat. So gab es für mich oft Situationen beim Lesen, bei denen ich die Augen verdrehen musste. Trotzdem fand ich die Geschichte um Oskar sehr bewegend. Wenn man die "religlösen" Momente und Motive aus diesem Buch vernachlässigt, liefert das Buch einige wunderschöne, zum Nachdenken anregende Aspekte. Es löst in einem Traurigkeit aus, weil man erfährt, dass ein kleiner Junge bald sterben muss, aber auf der anderen Seite fand ich es sehr schön, dass der Protagonist Oskar seine letzten Tage genießen kann. Noch besser wäre es gewesen, wenn der Schreibstil zu dem eines 10jährigen Jungen gepasst hätten. Das ist nicht sehr überzeugend. Aber ansonsten ist es ein sehr berührendes Werk, welches sich mit dem Leben und Sterben beschäftigt. Sicherlich werde ich nachhaltig noch eine Zeit lang darüber nachdenken müssen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 112 Seiten 
Verlag: Fischer, Frankfurt; Auflage: 11 (8. Juni 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3596161312 
ISBN-13: 978-3596161317

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