Freitag, 6. Januar 2012

Sechseinhalb Stunden von Andreas Schlüter

Inhalt: Sören ist in Jaqueline verliebt. Nachdem er Hannes zusammenschlägt, als er sich an seine große Liebe heran macht, schreibt er Jaqueline einen Brief, in dem er ihr mitteilt, dass er sogar durch die Hölle gehen würde, um ihr Herz zu erobern. So taucht eines Abends Nex bei ihm im Haus auf. Sie ist der Tod und nimmt seinen Brief gerne wörtlich. Nun hat Sören sechs Stunden Zeit, Jaquelines Herz zu retten oder sie und auch er selbst sind tot.

Meine Meinung: Von der Handlung her klingt das Buch sehr spannend. Und ohne große Vorrede beginnt diese auch sehr schnell. Sören erlebt in dem ganzen Buch quasi einen einzigen Albtraum, der wirklich sehr spannend sein kann und ich unbedingt herausfinden wollte, ob er es aus den ganzen Fallen, die der Teufel für ihn bereit hält, auch heraus schafft. Allerdings hätte ich gerne eine tiefere Einleitung gehabt, in der man zumindest den Hauptprotagonisten und sein Leben näher beleuchtet. Zwar lernt man im Laufe der Geschichte Sören besser kennen, aber dies passiert mehr oder minder nur nebenbei und wirkt auch eher künstlich hinzugedichtet, sodass man die Aktionen des Todes und des Teufels eher nachvollziehen kann. Sören als Hauptprotagonist kommt auch nicht sehr sympathich herüber: Anfangs wird er als vermeintlicher Stalker vorgestellt und auch später eher als fauler Schüler und Schlägertyp, der sich an besonders schrecklichen Horrorfilmen erfreut. Ein Happy End wünscht man diesem Jungen dann leider nicht mehr. Im Großen und Ganzen ist es aber eine nette Lektüre für zwischendurch, die gerade für Jugendliche ein paar sehr gute Spannungsmomente enthält.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 199 Seiten 
Verlag: Arena (März 2005) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3401057960 
ISBN-13: 978-3401057965

1 Kommentar:

  1. Bin durch :) Nach "Der Fotograf" tat mir der einfache und leichte Schreibstil wirklich gut! Aus kindlich / jugendlicher Sicht betrachtet, finde ich das Buch schon empfehlenswert, da kann der eine oder andere 14-jährige noch was draus lernen und dran wachsen ;) Die Idee an sich begeistert mich eigentlich auch, da hätte man auch sicher noch viel mehr rausholen können, wenn der Autor es mehr an Erwachsene hätte richten wollen. Das Ende hätte ich gerne noch ausführlich gehabt, obwohl es ja schon ein "Happy End" war. Was danach passiert und so^^ Und das die beiden unmittelbar nach diesem Tag in die Schule müssen ist doch n bisschen unrealistisch, mich hätten keine 10 Pferde ausm Bett bekommen :D

    Und damit nochmal lieben Dank fürs zuschicken, hatte wirklich Freude daran! :)

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