Donnerstag, 19. Januar 2012

Ronar von Anke Höhl-Kayser

Inhalt: Ronar ist ein Findelkind und wuchs bei einem Schmied auf. Als seine Ziehschwester Irith von scharlachroten Reitern entführt wird, macht er sich auf den Weg, sie zu befreien. Auf dieser Reise erlebt er viele Abenteuer.

Meine Meinung: Die Autorin hat wirklich einen sehr guten Schreibstil und erweckt die Welten, die sie beschreibt, mit ihren Worten zum Leben. Orte, Figuren, Charaktere sind sehr gut beschrieben, aber leider hat mir die Handlung überhaupt nicht gefallen. Sie ist langweilig und macht dieses Fantasy-Buch sehr gewöhnlich. Außerdem scheint es so, als ob die Autorin die Geschichte ohne Plan einfach drauf los geschrieben hätte. Die Kapitel sind sehr kurz, aber haben oftmals keinen interessanten oder gar spannenden Inhalt. Immer wenn man denkt, "jetzt passiert etwas Aufregendes", da der Hauptprotagonist auf eine scheinbare Gefahr stößt, stellt sich heraus, dass es doch keine Gefahr war und die Situation wird schnell aufgelöst. So hangelt man sich von sinnlosen Kapiteln zu weiteren inhaltslosen Kapiteln. Insgesamt ist die Geschichte also langweilig und uninteressant, sodass ich kein Bedürfnis verspüre, den zweiten oder dritten Teil dieser Trilogie zu lesen. Schade, wenn man bedenkt, wie gut der Schreibstil der Autorin ist.

Fazit: 2 von 5 Punkten.
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Broschiert: 256 Seiten 
Verlag: Books on Demand
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3837052605 
ISBN-13: 978-3837052602

Kommentare:

  1. Man sollte vielleicht auch bedenken, dass es sich bei "Ronar" um ein Kinderbuch handelt! Und da kannst du nicht die Megaspannung erwarten! Abgesehen davon hat das Buch, wenn man etwas tiefer geht eine eindeutige Message, die ich wunderbar finde > "Man darf auch mal Fehler machen, solange man hinterher merkt, was gut und was richtig ist, denn niemand ist perfekt!" Abgesehen davon vermittelt das Buch "Werte" auf eine tolle Weise! Gerade für Kinder finde ich das ganz klasse!!!
    Aber so sind die Meinungen verschieden, schade, dass es dir nicht gefallen hat!
    Liebe Grüße Caro

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  2. Ja, so sind die Meinungen verschieden. Für ein Kinderbuch wäre dann die Sprache auch ein wenig zu kompliziert, denke ich. Ich sehe das Buch lieber als einen Versuch einen "kleinen Prinzen" zu schaffen (was ich übrigens auch nicht mag...). Danke dir für deine Meinung, Caro! ^^

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  3. Ich darf Ihnen versichern, dass ich die Geschichte ganz sicher nicht ohne Plan einfach drauflos geschrieben habe. Das Grundthema des Romans ist die psychologische Ebene des Außenseitertums und des emotionalen Missbrauchs, die sich vielleicht nicht jedem erschließen mag.
    Ich danke Caro herzlich für ihre Stellungnahme zur tieferliegenden Message des Buches.
    Mit freundlichem Gruß,
    Anke Höhl-Kayser

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  4. Hallo Pero,

    ich weiß schon, dass es in diesem Blog darum geht, deine persönliche Meinung publik zu machen, aber möglicherweise solltest du bei der Formulierung derselben etwas vorsichtiger sein. Nicht alles was nicht deinem Geschmack entspricht ist automatisch schlecht (oder sinnlos, inhaltslos, langweilig oder uninteressant, wie du es gerne formulierst). Du solltest aus mehreren Gründen etwas mehr Objektivität in deinen Rezensionen anstreben: erstens, um der Qualität deiner Beiträge und deines Blogs willen (mit solch pauschalisierenden oder spekulativen Aussagen wie beispielsweise "[die] Kapitel [...] haben oftmals keinen interessanten oder gar spannenden Inhalt" oder "[es scheint so,] als ob die Autorin die Geschichte ohne Plan einfach drauf los geschrieben hätte" vermittelst du weniger etwas über die Qualität des Textes, sondern es wird vielmehr recht schnell deutlich, dass du den Text nicht verstanden hast), und zweitens einfach aus Gründen der Höflichkeit. Ich weiß nicht, ob du das bewusst machst, aber mit solchen Rezensionen verletzt du zuweilen die Gefühle der AutorInnen, die meist sehr viel Zeit und Herzblut in den Text investiert haben. Manche deiner Rezensionen lesen sich so, als wäre die Beleidigung des Autors/der Autorin dein primäres Ziel gewesen, und das kann und darf keineswegs der Sinn eines Literaturblogs sein.

    Liebe Grüße

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  5. Hallo "Anonym"!

    Danke für die Hinweise! Ich lasse sie mir durch den Kopf gehen. Trotzdem habe ich ein paar Anmerkungen:
    Bei jedem Buch steht "meine Meinung" dabei und ich denke, ein intelligenter Leser sieht das. Zudem ist meine Meinung eigentlich relativ nett und wenn man mein Bewertungssystem sieht, steht da nirgendwo "schlecht" oder Ähnliches. Denn für mich gibt es keine schlechten Bücher. Wenn MIR ein Buch nicht gefallen hat, kann es dennoch ganz klar anderen gefallen.
    Davon abgesehen stelle ich lediglich eine Meinung dar und wenn man die Meinungen bei Amazon sieht, gibt es da viel "bösere" Stimmen zu einigen Werken.
    Zudem muss ein professioneller Autor mit negativen und teilweise sehr kritischen bis bösen Meinungen zurecht kommen. Gerade ist eine riesige Diskussion um den Autor "John Asht" im Umlauf, weil er sich gegenüber einer Bloggerin, der sein Buch nicht gefallen hat, sehr negativ geäußert hat. Diese Unprofessionalität wird natürlich von den Lesern nicht gerade positiv angesehen und so hat sich der Autor noch mehr ins Aus geschossen, als es eine einzige Rezension je hätte schaffen können. Professionellere Autoren lassen negative Rezensionen nicht an einen ran und stehen darüber.
    Aber eine Sache sollte ich vielleicht wirklich ändern und versuchen noch klarer darzustellen, dass das meine Meinung ist, indem ich vielleicht öfter schreibe "ich fand es gut/nicht gut", "das fand ich gut/nicht gut", "ich denke...", "nach meiner Meinung...", anstatt allgemein klingende Floskeln zu benutzen.

    Mir fällt gerade noch ein: Professionelle Literaturkritiker sind übrigens gnadenlos - entweder sie loben ein Werk über alle Maßen oder verreißen dieses ohne Ende. Da sind wir Blogger wirklich noch seeehr sehr nett! ^^

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  6. Hallo,

    ich sehe gerade, dass die Diskussion hier noch ein Stückchen weitergegangen ist und möchte mich noch einmal beteiligen.
    Die Blogbeiträge um "John Asht" habe ich mit Erstaunen auch gelesen. Hier war entweder der Autor tatsächlich bis ins Mark getroffen, oder wir erleben eine grandiose Marketingkampagne.
    Was Pero schreibt, ist richtig: man muss als Autor mit negativen Kritiken zurechtkommen. Man steht in der Öffentlichkeit, und die ist einem niemals ausschließlich wohlgesonnen. Man braucht Schwielen auf der Seele, aber die müssen auch erstmal entwickelt werden.
    Doch auch Anonym hat recht mit seiner Stellungnahme dazu, dass Autoren auch Menschen sind ;-) : das eigene Herzblut ist ins Werk eingeflossen, und die Kritik daran schmerzt. Hier wird ja nicht einfach ein Stück Kuchen oder ein Glas Orangensaft bewertet, sondern ein Stück Literatur, in das man sehr viel Zeit und Hingabe investiert hat. Nicht umsonst bezeichnen sehr viele Autoren ihre Werke als ihre "literarischen Kinder".
    Ich bedanke mich für diese sachliche Diskussion und freue mich natürlich, dass mein Text Fürsprecher gefunden hat.
    Mit herzlichen Grüßen,

    Anke Höhl-Kayser

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  7. Ich danke auch Ihnen noch einmal, Frau Höhl-Kayser und ich denke, gerade dass meine Leserinnen und Leser die Meinung zu zwei Ihrer Werke auf meinem Blog finden können, lässt noch zusätzlich darauf schließen, dass Literatur Geschmackssache ist und jeder Geschmack unterschiedlich ist. So ist meine Meinung zu dem Gedichtband sehr positiv ausgefallen. Bei einem anderen Leser kann das genau umgekehrt sein. Aber ich kann natürlich auch gut verstehen, wenn es anfangs nicht sehr leicht ist, Negatives zu seinem Schaffen zu hören. Auch ich musste dadurch (wenn ich Gedichte und dergleiches im Internet veröffentlicht habe)... :-)

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  8. Spann uns nicht so auf die Folter. Was musstest du dadurch?

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  9. Ich musste dadurch lernen, Kritik anzunehmen! :-) (Eigentlich wollte ich schreiben: "Auch ich musste da durch."

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