Freitag, 20. Januar 2012

Gullivers Reisen von Jonathan Swift

Inhalt: Gulliver ist ein Schiffsarzt und zweimal gerät das Schiff, auf dem er reist, in Seenot und zweimal verschlägt es ihn an ungewöhnliche, unentdeckte Orte: Zum einen landet er im Land Lilliput, wo die Menschen winzig klein sind. Zum anderen gerät er ins Land der Riesen. Und an diesen Orten passieren ihm allerhand unglaubliche Dinge.

Meine Meinung: Gullivers Berichte über die beiden Länder, in denen er gelandet ist, sind sehr unterhaltsam. Die Schilderungen sind sehr interessant und teilweise sogar lustig. Der Autor erzählt von allerhand Begebenheiten, die Gulliver widerfahren. Diese sind meist unzusammenhängend, wodurch leider kaum Spannung aufkommt. Mir hat gefehlt, dass sich ein Plot aufbaut und weiterentwickelt. Die Berichte sind ganz nett und eignen sich hervorragend als Lektüre für zwischendurch. Man kann hin und wieder ein Kapitel lesen und sogar längere Pausen machen, ohne dass man etwas vergisst (denn man muss sich nicht viel merken). Wenn man es an einem Stück liest, hat man es sehr schnell durch, da es nicht allzu lang ist. Dieses Buch eignet sich perfekt als sogenannte "Klolektüre".

Fazit: 2 von 5 Punkten.
℗℗ 

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten 
Verlag: cbj (2006) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3570132498 
ISBN-13: 978-3570132494

Kommentare:

  1. Hallo Pero!

    Ein satirisches, in höchstem Maße gesellschafts- und politkritisches Werk der Weltliteratur als ganz nette Klolektüre abzutun finde ich jetzt schon recht mutig. Du bist doch Lehrer, ich hoffe du unterrichtest nicht Deutsch und gibst deine literarische Expertise (J.M. Barrie: Buch öde; Lewis Carrol: Handlung seicht; Michael Ende: Geschichte zieht sich wie Kaugummi; F. Kafka: Ereignisse ziemlich langweilig) nicht an deine Schüler weiter.

    Grüße.

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  2. Doch, bin ich! Und hier geht es um meine persönliche Meinung. Es gibt viele klassische Literatur, die ich einfach nur öde finde. Ich bin froh, Germanistik studiert zu haben, denn so wurde mir die Angst genommen, riesigen Respekt vor "hoher Literatur" zu haben. Die damaliken Schriftsteller haben auch nur mit Wasser gekocht. Und nur weil irgendjemand mal gesagt hat, Goethe und Schiller sind toll, muss ICH sie nicht genauso empfinden. Fast jeder Ex-Abiturient stimmt mit mir überein, dass er sich durch viele Werke der Literatur nahezu quälen musste. Ich gehöre defintiv dazu. Und noch mal zur Wiederholung: Hier geht es um MEINE SUBJEKTIVE MEINUNG und nicht um eine künstlich forcierte Objektivität. Ich bin ehrlich und meine Leser können sich auf meine Meinung verlassen. :-)
    Davon abgesehen, muss man hier einfach sagen, dass die "Geolino-Edition" eine abgespeckte, verkürzte Form darstellt. Wie das Original ist, kann ich nicht sagen.

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