Dienstag, 1. November 2011

Kleine Fische von Ian Kopacka

Inhalt: Ein paar kleinkriminelle Freunde vertreiben sich die Zeit vor allem mit Kiffen. Doch dann werden die Haschvorräte ihres Drogendealers von einem Brand vernichtet und dem Dealer droht Konkurrenz. Der Brandstifter und neue Gegenspieler muss gefunden werden.

Meine Meinung:  Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil ich ja witzige Bücher sehr gerne lese und ich dachte, dieses könnte eventuell im Stil von Tommy Jaud sein. Aber ich wurde sehr enttäuscht. Zunächst einmal ist das Buch so aufgebaut, dass die Tage der Ereignisse in einer seltsamen Reihenfolge verlaufen und es immer wieder Zeitsprünge in die Zukunft bzw. in die Vergangenheit gibt. Wahrscheinlich wurde vom Autor versucht, die Spannung auf diese Weise zu heben, sodass sich die Handlung erst nach und nach entschlüsselt. Dies ist aber nicht sehr gut gelungen. Es verwirrt eher, als dass es Spannung aufbaut. Wahrscheinlich sollte sich am Ende alles wie ein Puzzle zusammen fügen. Leider sind die Ereignisse, die sich zu einem Gesamtbild fügen lassen, sehr willkürlich und an den Haaren herbei gezogen, so dass es nicht zu einem lang ersehnten „Aha“-Erlebnis kommt. Als vergleichbares Beispiel hätte man so bei Harry Potter einfach eine Fee am Ende erscheinen lassen können, die alles wieder ins Lot bringt. Dann wären die ganzen Rätsel und Geheimnisse auch unnütz gewesen. So ist das in diesem Werk. Zur Komik kann man nur sagen, dass das Buch überhaupt nicht lustig ist. Es wird versucht ironisch und witzig zu sein, aber das scheitert kläglich. Bei abgedroschenen Sprüchen und unsinnigen Bemerkungen (Was ist das Gegenteil von Schnurlostelefon? Schnurvolltelefon.) muss man nicht einmal schmunzeln. Der Blick auf das Leben von Kleinkriminellen erscheint mir darüber hinaus auch nur aus Klischees irgendwelcher amerikanischen Filme zu entspringen. Wenn man jedoch solche Geschichten in unsere Gegend verschiebt, wirkt sie nicht mehr überzeugend, sondern allenfalls lächerlich. Schade.

Fazit:  1 von 5 Sternen.
 

Broschiert: 243 Seiten 
Verlag: Leykam; Auflage: 1 (3. März 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3701177473 
ISBN-13: 978-3701177479

Kommentare:

  1. hallu c:

    ich wollt nur mal kurz sagen, dass ich jetzt auch einen blog habe, indem es um bücher geht . er ist noch ziemlich frisch und irgendwie noch nicht sehr gut, aber du kannst ja trotzdem mal vorbeischauen und mir vllt. auch tipps geben, was ich besser machen könnte oder deine meinung sagen .

    http://leseopossum.blogspot.com/

    ganz liebe grüße,
    michelle :>

    AntwortenLöschen
  2. Ganz schön negative Rezension. Ich fand das Buch unglaublich unterhaltsam und außerordentlich lustig, aber mit der richtigen Balance von Dramatik. Das Ende geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
    Aber ich schätze da sind Geschmäcker tatsächlich verschieden.
    Jedenfalls lohnt es sich meiner Meinung nach, bei dem Buch mal reinzulesen.

    AntwortenLöschen
  3. @Anonym: Ja, so ist es. Geschmäcker sind verschieden. So gibt es auch Leute, die Tommy Jaud schrecklich finden, aber sehr viele (wie ich), die ihn total witzig finden. :-)

    AntwortenLöschen
  4. Ich schließe mich hier der Meinung von @Anonym an. Allein schon dadurch, dass erst am Schluss alle Fäden zusammenlaufen und damit die Spannung gesteigert wird, ist dem Autor doch ein tolles Buch geglückt.

    AntwortenLöschen