Dienstag, 13. September 2011

Eine Art Familientreffen von Judith Kerr

Inhalt: Das ist der Folgeband von "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" und "Warten bis der Frieden kommt." Anna ist mittlerweile erwachsen und mit einem Engländer verheiratet. Sie lebt in London, als sie von dem jetzigen Freund ihrer Mutter, die in der zwischenzeit verwitwet ist, erfährt, dass Annas Mutter im Krankenhaus liegt. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Berlin, wo sie dann noch mal die ganze Zeit des zweiten Weltkrieges Revue passieren lassen kann.

Meine Meinung: Dieses Buch hat mir auch besser gefallen als der erste Band der Tirlogie ("Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"). Es ist spannender und bietet mehr Stoff zum Nachdenken. Leider fand ich es etwas schade, dass das Buch schon dort einsetzt, wo Anna verheiratet ist. Ich hätte gerne miterlebt, wie sie ihren Ehemann kennen lernt und sich endlich glücklich verliebt. Trotzdem war es ein sehr interessantes Buch. Die tragische Stimmung wird sehr gut herüber gebracht und lässt sich nachvollziehen. In Zeiten des Krieges war zwar alles sehr schlimm, aber Anna und ihre Familie hatten keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn das Leben musste weiter gehen. Erst nach dem Krieg - zu einer Zeit, in der es der Familie nun auch finanziell gut geht und sie eigentlich sorglos ihr Leben leben könnten - wird ihnen mehr oder minder die Tragik des zweite Weltkrieges bewusst. Und das gilt zu verarbeiten. Man erfährt einiges über die Gefühlslage der Menschen und wird nicht wie im Schulunterricht mit geschichtlichen Fakten bombadiert. Ich finde, so eine Erzählung lässt einem die Wirklichkeit von damals eher nachvollziehen, als ojektive Fakten aus Geschichtsbüchern. Trotzdem ist dies kein Buch, bei dem man das Lesen vor Spannung kaum abwarten kann.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
℗℗℗ 

Taschenbuch: 256 Seiten 
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: Neuauflage. (1. Januar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3473580058 
ISBN-13: 978-3473580057

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen