Freitag, 24. September 2010

Jung, blond, tot von Andreas Franz

Inhalt: In Frankfurt werden junge blonde Mädchen auf brutalste Weise vergewaltigt und ermordet. Julia Durant ist neu in der Mordkommission und übernimmt den Fall.

Meine Meinung: Dieser Krimi von Andreas Franz unterscheidet sich kaum von denen, die ich bisher gelesen habe. Wieder gibt es einen Fall, den es aufzuklären gilt. Inhaltlich und vom Schreibstil ist es auch ähnlich. Zwar gehört dieser Roman wohl zu den spannenderen von Franz, aber ansonsten ist es nichts Außergewöhnliches. Die meisten Protagonisten sind wieder überaus attraktiv, sehr gottesfürchtig (bzw. gläubig), kommen aus reichen Kreisen, haben eine ausgewählte Sprache, die aber an unpassenden Stellen wieder auf das unterste Niveau sinkt. Die Aufklärung des Falles kommt auch wie bei den anderen Werken von Franz, die ich bisher gelesen habe, wieder zu plötzlich und unerwartet. Unerwartet aber in einem negativen Sinne, weil es keinee Handlungsstrang gibt, der den Leser langsam dahin führt, sondern die Auflösung irgendwie einfach aus der Luft gegriffen wird, sodass kein "Aha"-Effekt entsteht, den man in Krimis gerne hätte. Zudem zieht sich eine unnötige Weiterführung der Handlung nach der Auflösung über 50 Seiten fort, um die Beweggründe des Mörders detailliert zu erklären und zu zeigen, was mit ihm (und auch den anderen Protagonisten) weiterführend passiert. Dies könnte man aber auch auf wenige Seiten verkürzen. Aber alles in allem ein "solider" Kriminalroman.

Fazit: 3 von 5 Punkten
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Taschenbuch: 511 Seiten 
Verlag: Knaur TB (1. August 2007) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426637847 
ISBN-13: 978-3426637845

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