Donnerstag, 22. Juli 2010

Mörderische Tage von Andreas Franz

Inhalt: Dies ist Julia Durants schwerster Fall. Ein Serienkiller treibt wieder sein Unwesen in Frankfurt und enführt vornehmlich gläubige Frauen, sperrt sie in eine Zelle und quält sie auf furchtbare Weise, bis sogar Durant selbst in die Fänge des Mörders gerät. Kann sie noch rechtzeitig befreit werden?

Meine Meinung: Dieser Krimi von Andreas Franz ist bisher wirklich das beste, was ich von ihm gelesen habe. Die Handlung ist sehr spannend und ich konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. Trotzdem habe ich einige Kritik anzumerken, die ich vor allem auch auf die anderen Bücher von ihm (die ich bisher gelesen habe) zutreffen würden. So ist es erneut so, dass unterschwellig der Glaube an Gott wieder eine große Rolle spielt und der Leser quasi bekehrt werden soll. Mich haben die haltlosen Argumente teilweise wieder aufgeregt, weil die dargestellten "Ungläubigen" kaum ein Gegenargument gegen den Glauben bringen können, wo ich zehn hätte. Ich als Atheist fühle mich da sehr wehrlos und benachteiligt. Außerdem ist es erneut so, dass die Protagonisten eine sehr gewählte Sprache haben und ständig so reden, wie kein normaler Mensch reden würde - stets gewählt und ausführlich. Ab und an kommt dann eine derbe Fäkalsprache zum Vorschein, die dann total im Widerspruch steht. Zudem läuft die Handlung wie auch in den anderen Romanen, die ich gelesen habe, nach demselben Muster ab. Das sind die Punkte, die wohl allgemein auf Franz' Werke zutreffen. Zusätzlich fand ich an diesem speziellen Krimi sehr schlecht, dass nach 400 Seiten vergeblicher Suche nach dem Mörder, ein Kommissar plötzlich eine Eingebung hat, den Mörder entarnt und das Happy End in kürzester Zeit von ca. 50 Seiten besiegelt ist. Das kam einfach zu abrupt. Schade eigentlich, denn die bis dahin 400 Seiten waren recht spannend.

Fazit: 3 von 5 Punkten
℗℗℗ 

Taschenbuch: 464 Seiten 
Verlag: Knaur TB (6. Februar 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426639424 
ISBN-13: 978-3426639429

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