Montag, 14. Juni 2010

Die verbotene Oase von Choga Regina Egbeme

Inhalt: Die an HIV erkrankte, halbdeutsche Choga Regina lebt mit ein paar weiteren Frauen auf einer Farm in Nigeria. Die Frauen haben beschlossen, keine Männer zuzulassen, da die meisten aus Harems ihrer Ex-Ehemänner geflohen sind. Choga kümmert sich als gelernte Heilerin um ihre Gefährtinnen, sich selbst und teilweise auch um Menschen, die in der Nähe der Farm leben. Doch ihre idyllische "Oase" ist bedroht von den islamischen Bewohnern, die so eine Frauengemeinschaft nicht dulden.

Meine Meinung: Leider habe ich das erste Buch von dieser Autorin, die über ihr eigenes, schlimmes Schicksal berichtet, nicht gelesen, aber dieses Werk hat mich trotzdem sehr berührt. Ich war fasziniert von dem "einfachen" Lebensstil Chogas, obwohl sie als halbe Deutsche auch ein ganz anderes Leben (nämlich in Deutschland) führen könnte - gerade weil hier ihre HIV-Krankheit wohl besser behandelt werden könnte. Aber mit ihren Mitteln versteht sie es, sich einigermaßen gesund zu halten. Dennoch passieren erschütternde Dinge, die einem den Atem verschlagen können. Man entwickelt beim Lesen nicht nur ein hohes Mitgefühl für Frauen wie Choga, die unter solchen Umständen aufwachsen mussten, sondern man entwickelt auch einen Hass gegen die Regierungsform, die in diesem Land vorherrscht. So gesehen wirkt dieses Buch auch auf eine Art und Weise aufklärend und bewusstseinserweiternd. Auf jeden Fall bekommt man einen weiteren Blick für solche Thematiken.

Fazit: 4 von 5 Punken
℗℗℗℗ 

Taschenbuch: 222 Seiten 
Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Dezember 2002) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3548363806 
ISBN-13: 978-3548363806

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