Freitag, 7. Mai 2010

Tödliche Manga von Sujata Massey

Inhalt: Rei Shimura ist eine Antiquarin, die in Amerika aufgewachsen ist, aber nun in Japan lebt und bei einer Zeitung arbeitet, für die sie nun über Manga (japanische Comics) berichten soll. Als sie sich für eine Gruppe interessiert, die einen Dojinshi (japanische Fan-Comic) herausgegeben hat, wird einer aus dieser Gruppe tot aufgefunden. Shimura macht sich auf die Jagd nach dem Mörder, um diesen Fall aufzudecken.

Meine Meinung: Tödliche Manga ist ein durchschnittlicher Kriminal-Roman, der mir ein unzufriedenes Ende bereitete. Von der Story her gesehen ist es wirklich nichts Besonderes. Doch dieses Buch besticht durch eine andere Art und Weise: Und zwar wird darin durch die Hauptprotagonistin oft die amerikanische mit der japanischen Kultur verglichen, was sehr lustig und amüsant ist. Da im deutschen Fernsehen viele amerikanische Serien laufen, kennt sich der deutsche Leser ganz gut mit der amerikanischen Gesellschaft aus. Doch mit der japanischen gerät man sehr selten in Berührung. Daher fallen die großen Unterschiede ziemlich auf, was das ganze Buch interessant macht. An einer Stelle mockiert sich Shimura beispielsweise über die japanischen Männer am Strand, die mit Vorliebe Stringtangas beim Schwimmen tragen (während in Amerika Männer wohl die Boxershorts bevorzugen). Davon abgesehen lernt man auch viele japanische Begriffe kennen, weswegen das Werk wohl in vielerlei Hinsicht auf irgendeine Art und Weise Wissen vermittelt. Wer auf unterhaltsame Weise die japanische Kultur erfahren möchte und sich nicht von einer durschnittlichen Kriminal-Geschichte abschrecken lässt, der liegt mit diesem Buch richtig.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 384 Seiten 
Verlag: Serie Piper; Auflage: 3 (Juli 2007) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3492241689 
ISBN-13: 978-3492241687

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