Freitag, 14. Mai 2010

Tag 4 – Dein Hassbuch

Mein absolutes Hassbuch ist "Der Untertan" von Heinrich Mann. Wir mussten es in der zehnten Klasse zusammen mit Effi Briest von Theodor Fontane lesen. Effi Briest gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Das erwähne ich hier deshalb, damit man nicht denkt, ich hasse den Untertan, weil es eine Schullektüre war. So ist es nämlich nicht. Wir haben viele gute Bücher in meiner Schulzeit gelesen, aber dieses gehört wahrlich nicht dazu. Nicht nur, dass ich es total langweilig fand, nein, ich fand es zudem äußerst anstrengend zu lesen. Die Sprache war mir damals zu ungewohnt und unverständlich, sodass ich der Geschichte nur mit Hilfe einer Lektürenhilfe folgen konnte. Nach einem halben Jahr Lesezeit (in der wir wie gesagt auch Effi Briest lesen mussten), schrieben wir dann eine Klassenarbeit darüber, ohne es jemals in der Schule besprochen zu haben. Aber zum Glück war unsere Lehrerin damals gnädig und hat nichts Kompliziertes gefragt, sodass ich dank der Lektürenhilfe doch noch eine Eins geschrieben habe. Trotzdem ist mir das Buch immer in schlechter Erinnerung geblieben und habe ich es nie wieder angefasst und werde es wohl nicht mehr anfassen. Es ist nur noch in meiner Büchersammlung, um damit anderen zeigen zu können, was für "hohe Literatur" ich besitze! ;-)

Kommentare:

  1. Oh ja, schlimm!
    Ich habe es mal im Rahmen eines Deutsch-Projekts 'genossen'.
    Einzig der erste Satz macht was her: 'Diederich Heßling war ein weiches Kind das viel träumte, sich vor allem fürchtete und häufig an den Ohren litt.' (Frei aus dem Gedächtnis, vielleicht lautete der Satz auch etwas anders...)

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  2. @Mondenkind: Fast richtig! ^^ Habe extra nachgeschaut: "Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt."

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  3. Ich habe dieses Buch in der Schule und danach auch gehasst. Aber dann musste ich es im Studium, also viele Jahre danach noch einmal lesen und da hat es mir seltsamerweise richtig gut gefallen. Das lag daran, dass ich es erst dann wirklich verstanden habe, man bekommt mit den Jahren eine andere Sichtweise und irgendwie fand ich es kuhl gemacht für die damalige Zeit.

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  4. @ Soleil: Das ist gutmöglich. Zwar ist mir das in meinem Studium noch nicht passiert, aber ausschließen möchte ich es nicht.

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